Hitlers Weg an die Macht war lang und steinig. In seinen jungen Jahren sprach nicht viel dafür, dass er mal der Diktator von Deutschland werden würde. Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit seinem Werdegang. Dabei interessieren uns vor allem prägende Ereignisse und Erlebnisse. Lesen Sie den Text und schauen Sie das Video und konzentrieren Sie sich darauf, wie die folgenden Aspekte ihn fürs Leben geprägt haben.
Wir untersuchen Hitlers Werdegang anhand von drei Aspekten:
- Mensch: Elternhaus, Ausbildung, Beziehungen, Charakter
- Soldat: Erlebnisse, Vorsehung
- Einstellungen: Nationalismus, Antisemitismus
Heute werden wir uns näher mit dem Mann befassen, der den Faschismus in ein Massenphänomen verwandelt hat und neben unsäglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch noch einen Zweiten Weltkrieg angezettelt hat. Es ist einfach, Adolf Hitler zu verteufeln. Damit wir seine Motivationen zu seinen Taten aber auch historisch einordnen und verstehen können, ist es wichtig, dass wir uns Zeit nehmen, um Hitler als Mensch zu hinterfragen.
Hitlers Jugend
Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 im österreichischen Grenzort Braunau am Inn geboren. Er war das vierte von sechs Kindern aus der Ehe des Zollbeamten Alois und dessen Frau Klara. Drei Geschwister starben schon im Kindesalter.
Während die Mutter nicht so streng war, war der Vater genau das Gegenteil. Der Vater zog als Pensionär von einem Ort zum anderen. Als Adolf 15 Jahre alt war, hatte er siebenmal die Wohnung und fünfmal die Schule gewechselt. In der Volksschule galt er als guter Schüler, den Realabschluss schaffte er aber nicht und verliess die Schule 1905 ohne Abschluss.
Sein Ziel war es, Kunstmaler zu werden. Er absolvierte die Aufnahmeprüfungen an der Wiener Kunstakademie, aber er bestand nicht. Kurz darauf starb seine Mutter. Hitler lebte nun – der Vater war bereits 1903 gestorben – zunächst von einer Waisenrente, danach vom Verkauf selbst gemalter Bilder.
1908 bewarb er sich erneut an der Kunstakademie. Seine vorgelegten Arbeiten aber waren so dürftig, dass er nicht einmal zur Prüfung zugelassen wurde. Zu allem Übel hatte er auch kein Geld mehr. Bald landete er im Obdachlosenheim, zunächst in Meidling, später dann in einem Männerwohnheim, wo er von 1910 bis 1913 lebte.
Sittliches Betragen | 3 |
Fleiss | 4 |
Religion | 4 |
Deutsche Sprache | 5 |
Geografie, Geschichte | 4 |
Rechnen | 5 |
Chemie | 4 |
Physik | 3 |
Zeichnen | 2 |
Turnen | 1 |
Stenographie | 5 |
Steyr – 1 war die beste, 5 die schlechteste Note
Hitler in der Armee
1913 zog er von Wien nach München und trat nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Kriegsfreiwilligen in die bayrische Armee ein. Im Weltkrieg wurde er zum Gefreiten befördert. Hitler galt in der Armee als gehorsamer und tapferer Soldat, der für seinen Mut auch Auszeichnungen erhielt. Jedoch wurde er auch zwei Mal verwundet. Einmal erblindete er kurzfristig durch Senfgas und musste sich im Lazarett von seiner Verletzung erholen. Dort erfuhr er im Jahre 1918 von der Niederlage Deutschlands und der Novemberrevolution
Hitlers politische Kariere
Seine politische Karriere begann 1919 mit dem Eintritt in die rechtsextreme Deutsche Arbeiterpartei (DAP), die 1920 in NSDAP umbenannt wurde. Hitler erwies sich als zugkräftiges rhetorisches Talent und nutzte sein Ansehen als Redner, um sich 1921 zum Vorsitzenden der Partei wählen zu lassen. Nach dem gescheiterten Putschversuch 1923 erlangte Hitler durch sein Auftreten im Prozess deutschlandweite Bekanntheit. Von den fünf Jahren Festungshaft wegen Hochverrats musste er nur neun Monate verbüssen. In dieser Zeit verfasste er den ersten Teil seines programmatischen Buches „Mein Kampf“.
Erst 1932 erhielt Hitler die deutsche Staatsbürgerschaft und konnte deshalb im gleichen Jahr bei der Reichspräsidentenwahl kandidieren. Er verlor im zweiten Wahlgang deutlich gegen Hindenburg, wurde aber kurz darauf von diesem zum Reichskanzler ernannt. Damit war Hitler am Ziel angelangt und nutzte die erreichte Machtstellung zum schnellen Ausbau der nationalsozialistischen Diktatur.
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