Eine Concept Map, auch als Begriffslandschaft bezeichnet, ist die Visualisierung von Begriffen (Concepts) und ihren Zusammenhängen in Form eines Netzes. Es hilft dabei, Informationen auf eine visuelle Weise darzustellen und dient dazu, Gedanken zu organisieren und zu überdenken. Die folgenden Schritte beschreiben, wie Sie mit einer Concept Map einen Text oder ein Video erschliessen können. Sie können dazu Stift und Papier nutzen (Klebezettel sind dabei sehr hilfreich!) oder nutzen Sie die Tools am Ende dieser Seite.
Eine Mindmap ist Werkzeug zum brainstormen. Sie sammeln dabei alles, was mit dem Hauptbegriff zu tun hat. In einer Concept Map erstellen Sie eine Struktur mit den gesammelten Begriffen.
Darstellung
Concept Maps bestehen aus lediglich drei Elementen: Rechtecke, Pfeile und Pfeilbeschriftungen.
- Die Rechtecke enthalten Begriffe. JE nach Komplexität können die Rechtecke auch noch mit Stichworten ergänzt werden.
- Die Pfeile zwischen den Begriffen symbolisieren die Beziehungen zwischen den Begriffen. Die Spitze des Pfeils zeigt dabei an, in welche Richtung die Beziehung verläuft, sodass man versteht, welches Wort die Auswirkungen auf das andere hat. Es ist auch möglich, dass Begriffe mit einem Doppelpfeil in Verbindung stehen.
- Die Pfeilbeschriftungen zeigen an, wie Wörter miteinander in Beziehung stehen:
- Statische Beziehungen, die erklären, wie Dinge miteinander verbunden sind. Zum Beispiel: besteht aus, ist, ein Teil von, ähnelt, entspricht usw.
- Dynamische Beziehungen, die anzeigen, wie Dinge miteinander interagieren oder sich gegenseitig beeinflussen. Zum Beispiel: führt zu, durch, verändert, hat zum Ziel, bewirkt, dient, wirkt als, beeinflusst, benötigt, spricht für, erhöht, verringert, usw.
Diese Bestandteile müssen zwingend auf Ihrer Concept-Map ersichtlich sein: Titel, Begriffe, Zusammenhänge mittels Pfeilen, Beschriftung der Pfeile und falls notwendig eine Legende.
Vorbereitung
Unabhängig von einzelnen Texten können auch theoretische Konzepte und Ideen mithilfe von Concept Maps strukturiert werden. Sie können sie zum Beispiel nutzen, um einen Text(-teil), den Sie schreiben müssen, vorab zu planen.
- Formulieren Sie eine Fokusfrage – was soll die Concept-Map beantworten?
- Je nach Aufgabenstellung, lesen Sie zunächst den Text, zu dem Sie eine Concept Map erstellen möchten. Oder recherchieren Sie zu ihrem Thema.
- Unterteilen Sie den Text oder das grössere Thema in Abschnitte und markieren Sie die wichtigsten Begriffe.
Erstellung
- Schreiben Sie wichtige Begriffe heraus.
- Sortieren Sie die Begriffe (wichtig – weniger wichtig; abstrakt – konkret).
- Verteilen Sie die Begriffe auf dem Blatt.
- Verbinden Sie die Begriffe durch Pfeile.
- Beschriften Sie die Pfeile.
Fertigstellung
- Überprüfen Sie die Logik der Concept Map, indem Sie Fragen stellen, wie z.B.: „Wie hängt x mit y zusammen?“
- Gehen Sie die Concept Map (von oben nach unten) nochmals durch:
- Lesen Sie Ihre Concept Map durch.
- Wiederholen Sie sie in Gedanken.
Digitale Tools
Miro bietet umfassende Lösungen zum Erstellen von Mindmaps und Concept Maps. Es kann mit dem stud.edubas.ch Login gratis genutzt werden.
Canva ist zwar eine Grafikapp, doch hat sie auch gute Funktionalitäten zur Erstellung von Mind- und Concept Maps
Auch Padlet kann für Mind- und Concept Maps genutzt werden. Wählen Sie dazu bei der Erstellung eines Boards das Canvas Format.
Mindmup ist ein gratis Tool, mit dem Mindmaps ohne Login erstellt werden können. Diese können aber später nicht mehr verändert werden.
Literatur
Wikipedia (o.J.). Concept-Map. https://de.wikipedia.org/wiki/Concept-Map aufgerufen am 18. Oktober 2021.
Novak, Joseph D. & Cañas, Alberto J. (2008): The Theory Underlying Concept Maps and How to Construct and Use Them. [PDF] , Florida Institute for Human and Machine Cognition.
Goethe Universität (Keine Angabe). Concept-Map. [PDF].
© 2025 Lukas Pfeifer